6. Februar 2020 – Schwäbische Zeitung, Friedrichshafen

1. März 2018, Südkurier, Konstanz
Die größten Hits der Klassik in einer Stunde: Wie die Südwestdeutsche Philharmonie mit neuen Angeboten um neues Publikum wirbt
Ein Konzert, für das man kein Vorwissen braucht und das einfach nur Spaß macht: Die Konstanzer Profi-Musiker wagen sich auf neue Pfade.
Und jetzt, sagt Peter Herrbold, kommen die Bläser hinzu. Weil vor 400 Jahren zunächst nur Geige, Cello und Co. den Ton bestimmten. Der Spaziergang durch vier Jahrhunderte Musikgeschichte steht noch am Anfang; die Südwestdeutsche Philharmonie ist eben ins Programm gestartet. Und vorne steht nicht Chefdirigent Ari Rasilainen, sondern eben Peter Herrbold, der Moderator des Abends. Jetzt also erweitern Klarinette und Fagott den Klang. Gut gelaunt winken die Musiker mit ihren Instrumenten, und trotzdem fühlt sich dieser Abend so gar nicht nach Musikstunde an. Weil es das Konzept der neuen Reihe „Genial!“ ist, ein stets lehrreiches und niemals belehrendes Konzert anzubieten. Und weil Peter Herrbold seine Sache so großartig macht, im Plauderton und doch nicht seicht.
… Neun Stücke von Charpentiers Eurovisions-„Te Deum“ bis zur „Star Wars“- Filmmusik in 50 Minuten. Was manche als Häppchen bemäkeln mögen, ist in Wirklichkeit ein sehr unanstrengender, sehr spaßiger (Wieder-) Einstieg in die klassische Musik.
… die Begeisterung ist groß, gerade unter den Kindern. Zwei Drittel der Besucher, sagt Intendant Beat Fehlmann, seien bei solchen Konzerten neu dabei oder ist bisher nicht regelmäßig bei der Philharmonie zu Gast. Das restliche Drittel sind Fans, die alle oder fast alle Konzerte des Orchesters besuchen und der Philharmonie einfach ihre Treue beweisen wollen. Diese Mischung, ist Fehlmann überzeugt, passe …
Lehrer-Feedbacks, Schülerkonzerte Best Of 1, 2018 und 2019
… diese Art von „Konzert“ war auf jeden Fall ein Höhepunkt im Schulmusikjahr …
… Erneut waren die Schüler/Innen von der Veranstaltung so begeistert, dass ich sehr gern im nächsten Jahr wieder gen Konstanz reisen werde …
… Insbesondere, und das möchte ich hier noch einmal hervorheben, durch den grandiosen Moderator wurde diese Veranstaltung zu dem, was sie war: einfach nur gelungen!
… Vielen Dank sage ich daher aus der Lehrersicht! Dieses Konzert unterstützt meine und unsere Arbeit an der Schule bzw. den Schulen nachhaltig!
… Spannend, lustig, absolut motivierend für den Musikunterricht – besonders der Moderator hat eine klasse Arbeit gemacht …
… Einschätzungen von Schüler/Innen wie: „So geil hatte ich mir das gar nicht vorgestellt“, „Schade, dass es nur eine Stunde ging“ und „Ich war noch nie in einem solchen Konzert – es war echt cool“ zeigen, dass alles richtig gemacht wurde und die Jugendlichen einen Zugang zu dieser sonst oft als verstaubt abgetanen Musik fanden …
19. Februar 2014 – Kreuzlinger Zeitung
Blech in schönsten Tönen
Ein Konzert zum Anfeuern, Mitmachen und Schmunzeln durften die Schülerinnen und Schüler des Ekkharthofs sowie zwei Partner-Klassen der Wehrli-Schule Kreuzlingen vergangenen Freitag im vollbesetzten Grossen Saal im Ekkharthof erleben. Das Blechbläserensemble der Südwestdeutschen Philharmonie begeisterte die kleinen und großen Zuhörer mit ihrem Bühnenprogramm, wobei sich die Giganten unter den Blasinstrumenten einen regelrechten Wettstreit lieferten.
Nach kurzer Vorstellung der Instrumente und Musiker durch die Moderatorin Gesine Mayer- Herrbold begannen die Musiker – in Konzert‐ frack und Turnschuhen(!) – ihre sportlichen Höchstleistungen: da gab es die schnellsten Trompeter vom Bodensee zu hören, die sich in schwindelerregendem Tempo in luftige Tonhöhen schraubten, während die Tuba mit Ruhe und Sorgfalt den tiefsten Ton des Orchesters verteidigte.
Immer schwieriger wurden im Verlauf des Konzerts die Aufgaben, die die Moderatorin den Musikern stellte. Und die bewiesen, dass sie sich im Gleichschritt musizierend auf der Bühne bewegen können – wobei es den einen oder anderen Ausflug ins Publikum gab – und dass sie ein spontan eingeübtes Lied im Publikum auf verschiedenste Arten begleiten können: so staunte man nicht schlecht, wie leise die Blechblasinstrumente mit aufgesetztem Dämpfer klingen können. Noch leiser wurde ganz ohne die Instrumente nur auf den Mundstücken gespielt. Und zu guter letzt sogar nur mit den Lippen geblasen! Das singende Publikum wiederum passte sich gekonnt auch den leiseren Tönen an.
Spätestens beim gemeinsamen Abschluss mit Einladung zu verschiedenen Körperbewegungen konnte sich niemand mehr auf den Sitzen halten. Let’s Blech sorgte für ausgelassene Stimmung und Zugabe-Rufe im Saal und hat den ZuhörerInnen dabei in fesselnder Art und Weise jede Menge Wissen über die Blechblasinstrumente vermittelt. Das gemeinsam eingeübte Lied nahm sicher der ein oder andere Konzertbesucher als Ohrwurm mit nach Hause.
14. Februar 2014 – Südkurier, Stockach
Musik zum Begreifen
… Mit flotten Sprüchen gelang es der Moderatorin, die Kinder in den Bann der Musik zu ziehen. Dem Vorspiel folgte ein Wettbewerb, denn die Trompeter hatten behauptet, die schnellsten und höchsten Töne spielen zu können. Musikpädagogin Mayer-Herrbold forderte die Kinder auf, genau hinzuhören. „Kann man noch einzelne Töne unterscheiden?“ Dass die Instrumente umso tiefer klingen, je größer sie sind, bewies der Tubist, der meinte, die schönsten tiefen Töne spielen zu können.
… Die Musiker demonstrierten ihre Kunstfertigkeit, indem sie alle gestellten Aufgaben der Ansagerin erfüllten: Sie spielten auf einem Bein stehend, ganz leise mit Dämpfern, nur auf dem Mundstück und am Ende ganz ohne Instrumente nur durch Mundbewegungen und das Zusammenpressen der Lippen. Ob sie auch gleichzeitig musizieren und marschieren könnten, wollte die Moderatorin wissen. Dazu stellen sich alle Erstklässler zur Polonaise auf. Zum Abschluss übten alle gemeinsam einen Tanz. Gemeinsam mit zwei Jungen aus dem Publikum, die ohne Zögern zu Vortänzern wurden, rissen die Musiker und Gesine Mayer-Herrbold alle Kinder von den Stühlen.
Nach dem Schlusslied „Zorba the Greek“, das langsam begann und dann immer schneller wurde, und einer Zugabe waren ausnahmslos fröhliche Kinder und Begleiter zu sehen, die beschwingt die Halle verließen …
November 2014 – Südkurier, Markdorf

14.11.2013 – Schwäbische Zeitung, Markdorf

